System

Müll weg mit Mehrweg

Idee

CupCycle stellt pfandfreie, wiederverwendbare Becher für Heiß- und Kaltgetränke bereit, die den herkömmlichen Wegwerf-Pappbecher dauerhaft ersetzen sollen. Nach Gebrauch werden die Becher in aufgestellte Sammelboxen gegeben, zentral gewaschen und erneut bereitgestellt. Nach Ablauf ihrer Lebensdauer werden sie zurück zum Hersteller gebracht und das Material dort weiterverwendet.

Hygiene und Material

Das Kaffeetrinken mit CupCycle ist hygienisch einwandfrei. Die Becher werden im zertifizierten Waschprozess hygienisch gereinigt und anschließend in versiegelten Boxen ausgeliefert.

Die CupCycle-Becher sind aus Polypropylen gefertigt. Unser Lieferant schreibt: „Polypropylen ist für Heiß- und Kaltgetränke ein optimales Material. Der Stoff ist beständig gegenüber fast allen organischen Lösungsmitteln und Fetten, sowie den meisten Säuren und Laugen. PP ist geruchlos und hautverträglich, für Anwendungen im Lebensmittelbereich und der Pharmazie ist es geeignet, es ist physiologisch unbedenklich.“ Die ausführliche Konformitätserklärung unseres Lieferanten steht hier zum Abruf bereit.

Mehrwegsystem

Das Mehrwegsystem von CupCycle verbindet den Komfort der ToGo-Kultur mit Nachhaltigkeit – umweltbewusst und geschmackvoll. Im folgenden Bild wird der Kreislauf von CupCycle vorgestellt. Dieser umfasst die Aktivitäten von CupCycle, dem Gastronomiebetrieb (Studentenwerk) und den Konsumenten.

 

6 Gedanken zu „System

  1. Hey,
    ein sehr schönes Projekt, eine Frage habe ich dazu: wieso nehmet Ihr nicht Keramik Tassen? Bei Plastic gibt es doch teilweise Azusdünstungen, die umstritten sind und außerdem ist das andere mE wertiger, oder habt Ihr dann ein Problem mit dem Handling?

    Danke und Gruß, Wilhelm

    • Lieber Wilhelm,
      danke für deine Anfrage. Du sprichst noch einmal sehr wichtige Punkte an, die wir natürlich nicht unkommentiert lassen möchten!

      Zum einen verbrauchen Keramiktassen bei ihrer Herstellung weit mehr Energie und Wasser als Plastikbecher. Und natürlich entsprechen sie nicht unserem Ziel, weiterhin den To Go-Komfort zu erhalten. Sie gehen leichter zu Bruch und sind wesentlich schwerer.

      Zum anderen ist Plastik nicht gleich Plastik 😉 Das Material wird in einer Vielzahl von Produkten verwendet, daher gibt es verschiedene Plastikarten. Plastikwerkstoffe werden häufig aus verschiedenen Polymerbausteinen sowie Additiven (z.B. Weichmachern und Füllstoffen) zusammengesetzt. Manche dieser Bestandteile könnten sich während der Lebensdauer des Produkts lösen. Dies ist bei CupCycle allerdings nicht der Fall. Während der Entwicklung haben wir großen Wert darauf gelegt, die Nutzung gesundheitlich einwandfrei zu gestalten. Die Becher bestehen aus reinem Polypropylen und kommen ohne Additive wie Weichmachern aus. Daher sind auch keine Ausdünstungen zu befürchten. Nach heutigem Stand der Wissenschaft ist das Material für die Anwendung im Lebensmittel- und Medizinbereich absolut unbedenklich.

      Falls du zusätzliche Fragen hast, kannst du dich gerne an unseren Experten Arno wenden: arno.zimmermann@cupcycle.de.
      Viele Grüße vom CupCycle-Team

  2. Hi,
    Wo findet man Zahlen über die ökologische (und ökonomische?) Vorteilhaftigkeit von Eurem Projekt, z.B. in Form von verlgeichenden Lebenszyklusanalysen beider Bechervarianten. Die Vermeidung von Müll alleine stellt in meinen Augen keine Verbesserung per se da.
    Gruß,
    Onkel Erwin

    • Lieber Erwin,

      danke für Deinen Hinweis. Vorab: Unser oberstes Ziel ist die Reduktion der Müllberge in unserer Uni – und das haben wir bereits in beachtlichem Maße geschafft.

      Dennoch hast Du Recht – eine Life Cycle Analysis (LCA) ist für uns interessant und wichtig.
      Wir haben im Vorfeld des Projektes einige LCAs zu Plastikbechern recherchiert, diese passen jedoch leider nicht zum Konzept von CupCycle und gelten daher als nicht repräsentativ. Deshalb sind wir im Gespräch mit dem Lehrstuhl für Sustainable Engineering an der TU Berlin und bereiten unsere LCA in Form einer wissenschaftlichen Arbeit vor. Verglichen wird CupCycle dann aller Voraussicht nach mit den neuen Pappbechern des Studentenwerks (Einführung WS 12/13).

      Bei weiteren Fragen kannst Du dich gern direkt an Andrea Scholz, unsere Beauftragte für Sustainability, wenden.

      Viele Grüße
      Dein CupCycle-Team

    • Hallo Valentin,

      anfangs hatten wir Probleme mit der Rücklaufquote. Mittlerweile liegt sie zwischen 90 und 95 Prozent – je nach Tagesform unserer StudentInnen. Das Wichtigste ist die permanente Versorgung der Studierenden mit Informationen. In den ersten Tagen sind viele Becher abhanden gekommen, weil das System und dessen Funktionsweise neu waren. Die Rücklaufquote hat sich aber schnell stabilisiert.
      Wir gehen davon aus, dass das System von Menschen genutzt wird, die CupCycle bewusst unterstützen und das gleiche Ziel verfolgen, nämlich Müll zu reduzieren. Dafür sind unserer Überzeugung nach weder Pfand noch Preisdiskriminierung notwendig. Es braucht immer etwas Zeit, bis sich eine Neuerung etabliert, aber schon nach wenigen Wochen ist das durch diverse Informations- und Werbekampagnen gelungen.

      Viele Grüße
      Dein CupCycle-Team

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