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CupCycle Mehrwegsysteme; Pfandbecher Coffee to go Experten
Mehrweg bedeutet nicht immer Mehrkosten
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In unserem Alltagsgeschäft werden wir regelmäßig nach dem Einsatz von Porzellan gefragt. Darum werden wir in diesem Beitrag die wichtigsten Antworten um Porzellan liefern und mit gängigen Vorurteilen aufräumen.

Zweifelsfrei lässt sich Kaffee aus einer Porzellantasse am geschmackvollsten trinken – wenn man sich die Zeit nehmen kann, um ihn im Sitzen zu genießen. Wer jedoch unterwegs sein Verlangen nach einer heißen Tasse Koffein stillen möchte, der greift besser zu leichteren und bruchsicheren Gefäßen. Neben gesteigertem Komfort und Sicherheit weist der Coffee to go aus dem Polypropylen-Mehrwegbecher auch eine größere Umweltfreundlichkeit auf. Schließlich weisen Kunststoffbecher bereits nach 10-20 Nutzungen eine bessere Ökobilanz gegenüber Einwegbechern auf. Aber auch im Vergleich zu Porzellangefäßen sind Kunststoffbecher wesentlich nachhaltiger: Denn die Umweltauswirkungen von Porzellanbechern neutralisieren sich erst nach über 1000 Nutzungen. Dies ist vornehmlich auf den massiven Verbrauch von Wasser bei der Herstellung zurückzuführen. Aufgrund der hohen Fragilität des Porzellanbechers ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine klassische Tasse im to-Go-Bereich diese Nutzungszahl ansatzweise erreicht, sehr gering.

In Sachen Umweltfreundlichkeit punktet Porzellan insbesondere durch die natürliche Zusammensetzung. Da unsere Produkte jedoch alle einwandfrei recyclebar sind und im Anschluss zum Beispiel als Gehäuse einer Kaffeemaschine weiterleben, ist der Einsatz von Polypropylen unbedenklich. Allerdings werden Porzellanbecher üblicherweise mit Silikonmanschetten versehen, damit sich der Nutzer nicht am heißen Becher verbrennen kann. Doch im Gegensatz zu Polypropylen kann Silikon nicht recycelt werden. Im Gegenteil: gelangt Silikon in einen Recyclingprozess, wird die komplette Badge unbrauchbar und kann nur noch thermisch verwertet werden.

Auch bei der eigentlichen Verwendung von Porzellan für Coffee to go entstehen sowohl für Systemanbieter, als auch Nutzer und die Umwelt etliche Nachteile.

Die Nachteile von Porzellan im to-Go-Bereich in der Übersicht:

Für die Systemanbieter:

- Höherer Anschaffungspreis bei den Bechern, da durch Bruch Zusatzkosten entstehen
- Höhere Logistikkosten durch höheres Gewicht und vorsichtigeres Handling
- Höhere Kosten bei den Rücknahmeautomaten durch komplexere Technik
- Unnötiger Aufwand beim Spülvorgang, schließlich müssen die Silikonmanschetten der Porzellantassen bei jedem Spülgang auf- und abgezogen und ebenfalls gereinigt werden
- Höhere Arbeitsbelastung der Mitarbeiter – das Gewicht einer Porzellantasse entspricht 5 Mehrwegbechern

Für die Systemnutzer:

- Höherer, nahezu inakzeptabler Pfandpreis von ca. 4 bis 7 Euro
- Sehr hohes Gewicht für einen spontanen Coffee to go
- Bruchgefahr bei Littering mit weitreichenden Folgen: Scherben können Kinder und Tiere verletzen, aber auch Auto- und Fahrradreifen gefährlich werden
- Gefahr der Zweckentfremdung, zum Beispiel als Wurfgeschoss

Für die Umwelt:

- Höhere Emissionen durch erschwerten Logistikaufwand
- Oftmals Verwendung von schwer abbaubaren, nicht recyclebaren Silikonen

Fazit:

Zuhause oder in der Büroküche kann man bedenkenlos zu einer Porzellantasse greifen. Sobald es jedoch um den to go-Bereich geht, beispielsweise in Großkantinen oder öffentlichen Bereichen, ist von Porzellan abzuraten. Aufwand, Nutzen und die nötige Lebensdauer, um ökobilanziell den Einwegbecher respektive unsere Produkte zu trumpfen, stehen in keinem Verhältnis zu einander.
Mehrwegbecher aus Polypropylen-Kunststoff hingegen bewähren sich unter unserer Handhabung bereits seit 20 Jahren im to-Go-Bereich, einschließlich Sport- und Musikveranstaltungen. Für den Einsatz in Unternehmen und Städten sind sie daher ebenso gut geeignet wie handhabbar.